Osho

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peace
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Osho

from peace on 08/02/2009 11:28 AM

Damit ihr alle mal an seinen Lehren schnuppern könnt , für alle die ihn nicht kennen und für alle die ihn nicht verpassen wollen..

Buddha selbst war ein Sorbas. Alle schönen Frauen in seinem Lande standen ihm zur Verfügung. Sein Vater hatte veranlasst, dass er von den schönsten Mädchen umgeben war. Er besaß die herrlichsten Paläste – verschiedene Paläste für verschiedene Jahreszeiten. Er besaß allen Luxus, den es nur gibt, oder der damals möglich war. Er lebte das Leben eines Alexis Sorbas – daher hatte er es mit nur neunundzwanzig Jahren absolut satt. Er war ein sehr kluger Mann. Wäre er ein mittelmäßiger Mann gewesen, hätte er dieses Leben weitergelebt. Aber bald sah er ein: es wiederholt sich, es ist das gleiche. Jeden Tag ißt du, jeden Tag schläfst du mit einer Frau… und er konnte jeden Tag andere Frauen lieben. Aber wie lange…? Bald hatte er es satt. Die Erfahrung dieses Lebens ist sehr bitter. Sie ist nur süß in der Phantasie. In ihrer Wirklichkeit ist sie sehr bitter. Er entfloh dem Palast, den Frauen, den Reichtümern und dem Luxus und allem…

Ich bin also nicht gegen Alexis Sorbas; denn Sorbas der Grieche ist überhaupt erst die Grundlage für Sorbas den Buddha – „Zorba-the-Buddha“.

Der Buddha ist das Ergebnis dieser Erfahrung. Ich weiß, dass das Jenseits nur durch das Diesseits erfahren werden kann. Ich sage euch also nicht, entflieht ihm, ich sage euch keineswegs, werdet Mönch. Ein Mönch ist jemand, der gegen den Sorbas angegangen ist; er ist ein Eskapist, ein Feigling. Er hat voreilig gehandelt – aus Unintelligenz. Er ist kein reifer Mensch. Ein Mönch ist unreif, gierig – gierig auf das Jenseits, und will es zu früh; es ist noch nicht Zeit, und er ist noch nicht reif.

Lebt im Diesseits, weil das Diesseits Heranreifen, Lebenserfahrung und Integrität schenkt. Die Herausforderungen dieser Welt verleihen dir einen inneren Ruhepunkt, eine bestimmte Bewusstheit. Und diese Bewusstheit wird zur Leiter. Auf ihr kannst du vom Sorbas zum Buddha aufsteigen.
Aber lasst mich nochmals wiederholen: nur Sorbas kann ein Buddha werden – und Buddha war nie ein Mönch. Ein Mönch ist jemand, der nie ein Sorbas war, der sich von den Worten der Buddhas verzaubern ließ. Ein Mönch ist ein Nachahmer, er ist falsch, pseudo. Er imitiert Buddhas. Er mag ein Christ sein, er mag Buddhist sein, er mag Jaina sein – das macht keinen großen Unterschied – aber er imitiert Buddhas.

Sehnt euch nicht nach dem Jenseits. Lebt das Diesseits und lebt es mit Intensität, mit Leidenschaft. Lebt es mit Totalität, mit ganzem Herzen. Und aus solch einem totalen Vertrauen, aus solch einem Leben voller Leidenschaft, Liebe und Freude heraus wirst du fähig werden zu transzendieren.
Die andere Welt liegt in dieser Welt verborgen. Der Buddha schlummert im Sorbas. Er muss geweckt werden. Und niemand kann dich aufwecken, außer das Leben selbst.

Ich bin hier, um dir zu helfen, total zu sein, wo immer du bist. Egal, in welchem Zustand du bist – lebe diesen Zustand rückhaltlos. Nur indem man eine Sache rückhaltlos auslebt, kann man sie transzendieren.

Werde zuerst ein Sorbas, eine Blume dieser Erde, und erwerbe dadurch die Fähigkeit, zum Buddha zu werden – zur Blume der anderen Welt. Die andere Welt ist dieser Welt nicht fern; die andere Welt ist nicht ‚gegen‘ diese Welt: die andere Welt liegt in dieser Welt verborgen. Diese ist nur eine Manifestation der anderen, und die andere ist der unmanifeste Teil von dieser.

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peace
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Re: Osho

from peace on 08/02/2009 11:32 AM

Frauen


Lesbische Beziehungen, Teil 2

Du sagst: »Ich fühle mich meistens zu Frauen hingezogen und nur selten tiefer zu einem Mann.«

Wunderbar – wenigstens fühlst du dich zu jemandem hingezogen! Dann besteht die Möglichkeit der Liebe. Es gibt Menschen, die so dumpf sind, so tot, so unsensibel, daß sie sich nur zum Geld hingezogen fühlen, oder zu politischer Macht oder zum Ruhm. Aber diese Menschen werden nicht als pervers angesehen. Das sind die wahren Perversen: Geld ist ihr ganzes Leben, ihre ganze Liebe. Das Geld ist ihr Gott. Du bist sehr viel besser dran; zumindest bist du nicht ins Geld verliebt.

Du fühlst dich zu Frauen hingezogen – wunderbar! Laß dich tief auf die Beziehung mit Frauen ein. Wenn du dir deswegen Sorgen machst, wirst du dich nicht so tief mit einer Frau einlassen können. Wenn du dich in die Beziehung mit Frauen tief einläßt, wirst du früher oder später dahinterkommen, daß eine solche Beziehung nicht sehr befriedigend sein kann, weil zwei Frauen sich zu ähnlich sind. Eine Beziehung braucht eine gewisse Spannung, eine gewisse Polarität, um befriedigend zu sein. Zwei Frauen, die sich lieben, oder zwei Männer, die sich lieben, werden zwar eine schöne Beziehung haben, aber es wird nicht knistern. Es wird ein bißchen fade und monoton sein, ein bißchen langweilig.

Das kannst du aber nur herausfinden, wenn du dich tiefer einläßt. Wenn du Angst hast, wird dich das hindern, in die Tiefe zu gehen, und dann wirst du dein ganzes Leben lang an Frauen interessiert sein und dich zu ihnen hingezogen fühlen.

Für sämtliche Probleme gilt mein Grundsatz: Was auch immer es ist, gehe damit in die Tiefe, dann wirst du entweder einen Schatz heben – wenn ein Schatz darin verborgen ist –, oder du wirst entdecken, daß es leer ist. In beiden Fällen wirst du bereichert. Wenn du einen Schatz findest, wird es dich wirklich bereichern. Und wenn du findest, daß es leer ist, wird es für dich erledigt sein.

Zwei Frauen in einer Beziehung können keine sehr großartige Liebesgeschichte haben. Sie wird nicht richtig abheben, wird keine großen Höhen und Tiefen erreichen. Aber Leute, die Angst vor den Höhen und Tiefen haben, werden das sehr angenehm und bequem finden. Darum nennt man die Homosexuellen auch »gay people« – fröhliche Leute. Sie sind gut drauf; sie sehen viel fröhlicher aus als die Heterosexuellen.

Die Heterosexuellen haben ständig irgendwelche Dramen – mehr Konflikt, mehr Streit, weniger Verständnis. Das passiert zwangsläufig. Zwei Frauen können einander viel besser verstehen als ein Mann und eine Frau. Zwei Männer können einander viel besser verstehen, weil sie vom gleichen Schlag sind, aber es sprühen keine Funken. Ja, eine gewisse Fröhlichkeit wird da sein, ganz nett, aber nicht viel Poesie, keine große Romanze. Es wird eine homöopathische Beziehung sein – ohne Abenteuer, ohne Überraschungen, aber sicher und geborgen, mit viel Verständnis und weniger Konflikten, weniger Nörgeleien.

Eine homosexuelle Beziehung ist honigsüß – ein bißchen zu süß, so daß es einem leicht übel wird. Aber eine Mann-Frau-Beziehung liegt immer im Argen. Sie läßt euch nicht einschlafen; der andere läßt es nicht zu. Die beiden Partner stacheln sich ständig gegenseitig an. Und ihre Welten sind so verschieden – darin besteht die Anziehung.

Gehe in deinen Beziehungen mit Frauen so tief, wie du kannst – und mach dir keine Sorgen. Bald wird dir klar werden, daß eine Beziehung zwischen den gegensätzlichen Polen etwas völlig anderes ist. Dann solltest du dich tief in eine Beziehung mit einem Mann einlassen, denn nur wenn du dich tief mit einem Mann einläßt, kannst du erkennen, daß alle Beziehungen unbefriedigend sind. Auch die Beziehung zwischen Mann und Frau bleibt unbefriedigend und bringt dir nicht die Erfüllung, die sie verspricht.

Und nur durch deine eigene Erfahrung – nicht durch das, was die Buddhas sagen, nicht durch das, was ich sage – nur durch deine eigene Erfahrung wirst du eines Tages imstande sein, alle Beziehungen hinter dir zu lassen. Dann wirst du allein glücklich sein können. Und nur wer allein glücklich sein kann, ist wirklich ein Individuum. Wenn dein Glück von einem anderen abhängt, bist du ein Sklave, dann bist du noch nicht frei; du bist gefangen.

Wenn du allein glücklich sein kannst, wenn du mit dir allein leben kannst, besteht keine zwingende Notwendigkeit mehr, in einer festen Beziehung zu leben. Das heißt aber nicht, daß du nicht in Beziehung sein wirst. Es sind zwei verschiedene Dinge, ob man in Beziehung ist oder ob man in einer Beziehungskiste steckt. Eine feste Beziehung ist eine Art Gefängnis; in Beziehung zu sein ist ein Teilen. Du wirst mit vielen Menschen in Beziehung sein, wirst deine Freude mit vielen Menschen teilen, aber du wirst nicht auf jemand Bestimmten angewiesen sein und wirst auch nicht wollen, daß jemand auf dich angewiesen ist. Du wirst von niemandem abhängig sein und wirst nicht zulassen, daß irgend jemand von dir abhängig ist. Dann lebst du aus deiner eigenen Freiheit heraus, aus deiner Freude, aus deiner Liebe.

Du sagst: »Das macht mir ein wenig Sorge.«

Mach dir deswegen überhaupt keine Sorgen, nicht die geringsten. Genieße es. Du kannst nichts dafür. Ihr seid von Christen, Dschainas, Hindus, Buddhisten erzogen worden – es ist nicht eure Schuld. Was könnt ihr dafür? Ihr kommt in eine Welt, die bereits vorgeprägt ist, und ihr kommt so unschuldig, so rein, so unwissend über das, was man mit euch machen wird. Und eure Eltern fangen an, euch zu programmieren, die ganze Gesellschaft fängt an, euch mit Dingen vollzuprogrammieren. Es ist nicht eure Schuld; es ist einfach symptomatisch für diese kranke Gesellschaft.

Wir müssen diese Gesellschaft transformieren. Aber der einzige Weg, die Gesellschaft zu transformieren, besteht darin, das Individuum zu transformieren. Es gibt keinen anderen Weg, keine Abkürzung.

Genieße es – es ist schön: nicht genug, aber trotzdem schön. Es wird dich zur heterosexuellen Beziehung hinführen. Das ist ein bißchen besser. Aber auch das wird dich nicht zufriedenstellen. Es wird dich zur Meditation hinführen, zum Alleinsein – zu jener Schönheit, jenem Segen, der sich nur einstellt, wenn man ganz allein ist.



Weil Mann und Frau so nahe und so eng beisammen leben, vergessen sie ständig, wie verschieden sie sind. Nichts an ihnen ist gleich. Und es ist gut, daß nichts gleich ist, denn so können sie einen Energiekreis bilden. Sie ergänzen sich gegenseitig; sie passen zusammen. Aber daß sie zusammenpassen, bedeutet nicht, daß sie gleich sind – sie passen zusammen, weil sie so verschieden sind.

Wenn zwei gleichartige Körper und Psychen versuchen, zusammenzupassen, ist es eine Perversion. Nur aus diesem Grund sage ich, daß Homosexualität eine Perversion ist. Im Westen ist sie heute immer mehr verbreitet, und die Homosexuellen halten sich für äußerst progressiv. Sie haben ihre eigenen Clubs, Parties, Vereine, Zeitschriften, Werbung, alles mögliche. Und ihre Zahl wächst ständig. In manchen Ländern machen sie schon fast vierzig Prozent aus. Früher oder später wird die Homosexualität eine allgemein übliche Lebensform, eine ganz normale Sache sein. In einigen Staaten der USA ist es inzwischen sogar erlaubt, daß Homosexuelle heiraten. Wenn die Menschen es verlangen, muß man es ihnen erlauben, denn die Regierung ist dazu da, dem Volk zu dienen. Wenn zwei Männer in einer Ehe zusammenleben wollen, hat keiner das Recht, ihnen Hindernisse in den Weg zu legen. Es ist völlig in Ordnung. Wenn zwei Frauen als Ehepaar zusammenleben wollen, geht das niemanden etwas an. Es ist ihre Sache.

Es spricht jedoch grundsätzlich gegen die Wissenschaft. Es ist ihre Sache, aber es ist unwissenschaftlich. Es ist ihre Angelegenheit, und keiner sollte sich einmischen, aber sie sind sich über eines nicht im klaren: In ihrer unerleuchteten Sichtweise haben sie keine Ahnung vom Grundmuster der menschlichen Energien und ihrer Entwicklung.

Homosexuelle können sich spirituell nicht weiterentwickeln. Es ist äußerst schwierig. Ihr ganzes energetisches Muster ist durcheinandergeraten. Der ganze Mechanismus ist davon beeinträchtigt, ist pervertiert. Und wenn die Homosexualität sich jetzt auf der Welt so sehr verbreitet, wird man völlig neue, bisher unbekannte Techniken entwickeln müssen, um diesen Leuten zu helfen, in den Zustand der Meditation zu gelangen.

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peace
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Re: Osho

from peace on 08/02/2009 11:53 AM

Ich kann nicht sehen, dass es irgendwo einen Gott gibt, der die Welt erschaffen hat. Gewiss, ich erfahre die Eigenschaft des Göttlichen im Leben, aber das ist eine Eigenschaft, keine Person. Es ist mehr wie Liebe, mehr wie Stille, mehr wie Freude – weniger wie eine Person. Du wirst niemals Gott begegnen, ihm "Guten Tag" sagen oder "Wie geht es dir?" und "Seit tausend Jahren suche ich dich, wo hast du gesteckt?"

Gott ist keine Person, sondern nur eine Präsenz.
Und wenn ich sage "Präsenz", dann hört gut zu, denn ihr könnt vielleicht nur das hören, wozu ihr konditioniert wurdet. Ihr könnt sogar "Präsenz" als etwas Objektives verstehen – dann seid ihr wieder in die gleiche Falle gegangen. Gott ist eine Präsenz im innersten Kern deines Wesens: es ist deine eigene Präsenz. Nicht die Begegnung mit einem anderen.

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peace
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Re: Osho

from peace on 08/02/2009 12:03 PM

Spirituelle Abhängigkeit


Meine Einstellung zu deinem Wachstum besteht im wesentlichen darin, dich von mir unabhängig zu machen. Jede Art von Abhängigkeit ist Sklaverei, und die spirituelle Abhängigkeit ist die allerschlimmste Sklaverei. Ich habe jede Anstrengung unternommen, dir deine Individualität bewusst zu machen, deine Freiheit, deine absolute Fähigkeit, ohne jede Hilfe von anderen zu wachsen. Dein Wachstum ist etwas, was deinem Wesen innewohnt. Es kommt nicht von außen; es ist nicht etwas Erzwungenes, es ist ein Sich-Entfalten.

Alle Meditationstechniken, die ich euch gegeben habe, sind nicht von mir abhängig – meine Anwesenheit oder Abwesenheit wird keinen Unterschied machen – sie hängen von dir ab. Es ist nicht meine Gegenwart, sondern deine Präsenz nötig, damit sie funktionieren. Es ist nicht mein Hier-sein, das helfen wird, sondern dein Hier-sein, dein im Moment gegenwärtig sein, dein wach und aufmerksam sein.

Die ganze Vergangenheit des Menschen ist in verschiedenen Varianten eine Geschichte der Ausbeutung. Und sogar die sogenannten spirituellen Menschen konnten der Versuchung auszubeuten nicht widerstehen. Von hundert Meistern haben neunundneunzig versucht, dir die Idee aufzuzwingen: "Ohne mich kannst du nicht wachsen, ist kein Fortschritt möglich. Gib mir die ganze Verantwortung." Aber in dem Moment, wo du die ganze Verantwortung an jemand anderen übergibst, gibst du, ohne es zu wissen, damit deine ganze Freiheit auf.

Und natürlicherweise mussten diese Meister alle eines Tages sterben, aber sie haben lange Reihen von Sklaven hinterlassen: Christen, Juden, Hindus, Mohammedaner. Was sind diese Menschen? Warum sollte irgendjemand Christ sein? Wenn du jemand sein kannst, dann sei Christus, aber kein Christ. Bist du total blind gegenüber der Erniedrigung, die du zulässt, wenn du dich einen Christen nennst - einer, der jemandem folgt, der vor zweitausend Jahren gestorben ist?

Die ganze Menschheit folgt den Toten. Ist es nicht merkwürdig, dass die Lebenden den Toten folgen sollen, dass die Lebenden von den Toten dominiert werden sollen, dass die Lebenden von den Toten abhängig sein sollen und von ihren Versprechen, dass "wir kommen werden, um euch zu retten?"

Keiner von ihnen ist gekommen, um dich zu retten. Tatsächlich kann niemand einen anderen retten; dies geht gegen die grundsätzliche Wahrheit von Freiheit und Individualität.

Was mich betrifft, unternehme ich jede Anstrengung, dich von jedem zu befreien – einschließlich mir selbst – und dich allein auf dem Pfad des Suchens sein zu lassen.

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peace
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Re: Osho

from peace on 08/02/2009 12:05 PM

Intelligenz

Der Verstand ist nicht deine Intelligenz.

Es mag sich merkwürdig anhören, aber es ist eine Wahrheit, dass der Verstand nicht deine Intelligenz ist. Der Verstand kann intellektuell sein, was jedoch ein armseliger Ersatz für Intelligenz ist. Intellektualität ist mechanisch. Du kannst ein großer Gelehrter werden, ein großartiger Professor, ein berühmter Philosph – indem du mit Worten spielst, die alle nur ausgeliehen sind, indem du Gedanken neu zusammenstellt und wieder veränderst, wobei nichts davon von dir kommt.

Der Intellekt ist völlig bankrott. Er besitzt nichts Eigenes, alles ist geliehen. Und das ist der Unterschied zwischen Intelligenz und Intellekt. Intelligenz besitzt ein eigenes Sehvermögen, eine Fähigkeit, in Dinge, in Probleme hineinzusehen.

Intelligenz ist eine Qualität, die dir angeboren ist.

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peace
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Re: Osho

from peace on 08/02/2009 12:10 PM

Anbetung

Wenn einer gegen die Masse angeht, ein Jesus oder ein Buddha, dann ist der Masse dieser Mensch unbehaglich, dann wird die Masse ihn zerstören. Oder, wenn die Masse sehr kultiviert ist, wird sie ihn anbeten. Aber beides ist das gleiche. Wenn die Masse barbarisch ist, unzivilisiert, dann wird ein Jesus gekreuzigt. Wenn die Masse so ist wie die Inder, sehr kultiviert, Jahrhunderte von Kultur, von Gewaltlosigkeit, von Liebe, von Spiritualität, dann werden sie den Buddha anbeten. Aber indem sie ihn anbeten, sagen sie: „Wir sind anders, du bist anders. Wir können dir nicht folgen, wir können nicht mit dir gehen. Du bist gut, sehr gut, aber zu gut um wahr zu sein. Du gehörst nicht zu uns. Du bist ein Gott, wir beten dich lieber an. Aber lass uns zufrieden. Sag nicht solche Sachen, die uns aus den Angeln heben, die unseren friedlichen Schlaf stören können.“

Ob ihr einen Jesus tötet oder einen Buddha anbetet – es läuft auf’s gleiche hinaus. Jesus wird getötet, damit die Masse vergessen kann, dass solch ein Mann überhaupt existiert hat, denn wenn dieser Mensch wahr ist... und dieser Mensch ist wahr! Sein ganzes Wesen ist so voller Seligkeit, so voller Segnungen, dass er ganz einfach wahr ist, denn Wahrheit kann man nicht sehen, man kann nur den Duft spüren, der von einem wahren Menschen ausgeht. Andere können die Seligkeit fühlen, und das ist der Beweis, dass dieser Mensch wahr ist. Aber wenn dieser Mensch wahr ist, dann hat die große Masse unrecht und das ist zuviel!
Die große Masse kann einen solchen Menschen nicht ertragen, er ist ein Dorn, er schmerzt. Dieser Mensch muss zerstört werden oder angebetet. Damit wir sagen können: „Du kommst aus einer anderen Welt. Du gehörst nicht zu uns. Du bist ein Freak, du bist nicht die Norm. Du magst eine Ausnahme sein, aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Du bist du, wir sind wir. Wir wollen unsern Weg gehen. Gut, dass du gekommen bist, wir haben große Hochachtung vor dir, aber störe uns bitte nicht!“ Wir stecken Buddha in den Tempel, damit er nicht auf den Marktplatz zu kommen braucht, sonst macht er nur Schwierigkeiten.

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peace
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Re: Osho

from peace on 08/03/2009 10:23 AM

Chiyono und ihr Eimer voll Wasser

Es ist keine bestimmte Abfolge von Ereignissen, die zu Erleuchtung führt. Deine Suche, dein intensives Verlangen, deine Bereitschaft alles zu tun – all dies zusammengenommen erzeugt um dich herum vielleicht eine bestimmte Atmosphäre, in der dieses größte aller Ereignisse möglich wird.

Die Nonne Chiyono hatte über Jahre meditiert, aber es war ihr nicht gelungen, zu Erleuchtung zu gelangen. Eines Nachts trug sie einen alten Eimer voll Wasser. Während sie so ging, beobachtete sie die Reflektion des Vollmondes im Wasser ihres Eimers. Plötzlich rissen die Bambusschlaufen, die den Eimer hielten und er zerbrach. Das Wasser ergoss sich auf den Boden; die Reflektion des Mondes verschwand – und Chiyono wurde erleuchtet.
Sie schrieb diesen Vers:

Auf diese Art und jene versuchte ich, den Eimer zusammenzuhalten,
in der Hoffnung, der schwache Bambus möge niemals reißen.
Plötzlich fiel der Boden heraus.
Kein Wasser mehr; kein Mond mehr im Wasser –
Leere in meinen Händen.

Erleuchtung ist genauso unvorhersehbar wie ein Unfall – denn ihr könnt sie nicht steuern, ihr könnt sie nicht auslösen. Aber missversteht mich nicht, denn wenn ich sage, Erleuchtung passiert unverhofft, meine ich damit nicht, dass ihr nichts tun solltet, um sie zu erlangen. Dieses Ereignis widerfährt nur jenen, die viel dafür getan haben – aber es widerfährt ihnen nicht wegen ihres Tuns. Das Tun ist lediglich die Ursache, die eine Situation in ihrem Innern geschaffen hat, die sie anfällig macht für das Ereignis, mehr nicht. Dies ist die Bedeutung dieser schönen Geschichte.

Ich möchte euch etwas über Chiyono erzählen. Sie war eine sehr schöne Frau – als sie jung war, stellten ihr sogar der Herrscher und die Prinzen nach. Sie verweigerte sich jedoch, denn sie wollte nur die Geliebte des Göttlichen sein. Deshalb zog sie von einem Kloster zum nächsten, um Nonne zu werden; aber selbst die größten Meister wiesen sie ab – es gab dort so viele Mönche, und sie war so schön, dass die Mönche Gott und auch alles andere vergessen würden. Aus diesem Grund blieben die Türen für sie überall verschlossen.
Und was tat Chiyono? Als sie keinen Ausweg mehr sah, verbrannte sie sich ihr Gesicht, übersäte es mit Narben. Dann ging sie zu einem Meister; er konnte nicht einmal mehr erkennen, ob sie ein Mann oder eine Frau war. Jetzt wurde sie als Nonne akzeptiert. Sie studierte, meditierte 30, 40 Jahre lang ohne Unterlass.
Und dann plötzlich, eines Nachts...sie beobachtete die Reflektion des Vollmondes im Wasser ihres Eimers. Plötzlich fiel der Eimer zu Boden, das Wasser ergoss sich und der Mond verschwand –und dies wurde zum auslösenden Moment.

Es gibt immer ein auslösendes Moment, durch das sich das Alte auflöst und das Neue beginnt, an dem du wiedergeboren wirst. Dies wurde zum auslösenden Moment. Plötzlich ergoss sich das Wasser und der Mond verschwand. Sie muss nach oben geschaut haben – und dort stand der echte Mond. Plötzlich wurde sie durch die Erkenntnis erleuchtet, dass alles eine Reflektion war, eine Illusion, denn es wurde mit dem Verstand betrachtet. Als der Eimer brach, brach im Inneren auch der Verstand. Er war bereit. Alles, was zu tun war, war getan.
Alles, was möglich war, hatte sie getan. Nichts war übrig, sie war bereit, sie hatte es sich verdient. Dieses gewöhnliche Ereignis wurde zum auslösenden Moment. Plötzlich brach der Boden heraus, es war ein Unfall. Kein Wasser mehr; kein Mond mehr im Wasser, Leere in meinen Händen.
Und das ist Erleuchtung: Wenn ihr Leere in euren Händen haltet, wenn alles leer ist, wenn niemand mehr da ist, nicht einmal du. Dann tragt ihr das ursprüngliche Gesicht des Zen.

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ThePrayer1

41, male

Posts: 11

Re: Osho

from ThePrayer1 on 08/03/2009 11:51 AM

WOW!

Kein Wunder, dass Du ein Fan von OSHO bist ;-)

Er muss viele Feinde in der materiellen Welt haben oder er wird einfach nur für einen "Spinner" gehalten...
Für diejenigen, die die Wahrheit kennen und zu ihren eigenen Gunsten verheimlichen und die Masse zu manipulieren suchen, ist er aber bestimmt ein Dorn im Auge...

Ich finde die Art und Weise, wie er schreibt absolut ehrlich und fair!
Er bringt die Wahrheit auf den Punkt, egal wie schmerzhaft sie für manche sein mag!

Man stelle sich vor, ein Mensch, irgendeiner, ist bereits seit über 30 Jahren aktiver und absolut überzeugter Christ und wird auf einmal indirekt aufgefordert, seine Glaubenssätze zu modifizieren!
Ich kann mir gut vorstellen, dass ihn/sie so etwas unglaublich wütend macht, weil er/sie sehr ungern einsieht, über 30 Jahre lang aus der eigenen Sicht "etwas Falsches" praktiziert zu haben.

EInige mögen banal sagen:"Shit happens"

Aber ich glaube, so dürfte man das gar nicht sehen, da das eine ziemliche unreife Sicht der Dinge wäre.

Anstelle des über 30 Jahre überzeugten Christen wäre ich froh, neue Facetten des Ganzen kennenzulernen und die Möglichkeit zu haben, diese in den eigenen Überzeugungshorizont zu integrieren, um dem Ziel effektiv näher zu kommen.
Das wäre zumindest eine reifere oder wie Osho sagen würde wirklich "intelligente" Vorgehensweise...;-)

@ Peace:

DANKE FÜR DIE EXZERPTE OSHOS!!!
find' ich super interessant!

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Mali
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Re: Osho

from Mali on 08/03/2009 12:28 PM

"Die Sannyasbewegung ist nicht meine. Sie ist nicht eure. Es hat sie gegeben, als es mich noch nicht gab. Sie wird hier sein, wenn ich nicht mehr da bin. Die Sannyasbewegung bedeutet einfach die Bewegung derer, die nach Wahrheit suchen. Es hat sie schon immer gegeben.

Es hat immer schon Wahrheitssuchende gegeben. Ich nenne es Sannyas. Es ist zeitlos. Es ist sanatan. Es hat nichts mit mir zu tun. Millionen von Menschen haben dazu beigetragen. Auch ich habe meinen Teil dazu beigetragen. Sie wird immer reicher und reicher werden. Wenn ich nicht mehr da bin, werden immer neue Leute kommen und sie bereichern.

Ich werde einmal nicht mehr da sein. Aber das bedeutet nicht, dass die Sannyasbewegung nicht mehr da sein wird. Sie gehört niemandem... Ich kann euch nicht die Wahrheit geben, aber ich kann euch den Mond zeigen... bitte klammert euch nicht an meinen Finger, der auf den Mond zeigt. Dieser Finger wird verschwinden. Der Mond wird bleiben und die Suche wird weitergehen. Solange es auch nur einen einzigen Menschen auf dieser Welt gibt, werden die Blumen von Sannyas weiterblühen...

Ich bin der einzige Mensch in der ganzen Geschichte, der dir Individualität gibt. Die sogenannten Gurus taten genau das Gegenteil: Sie nahmen dir deine Individualität. Ihr ganzes Bemühen bestand darin, dich ihnen ergeben zu machen. Deine Aufgabe bestand nur darin, ihre Füße zu berühren und ihren Segen zu empfangen. Mir geht es um etwas völlig anderes. Du kannst keinen Segen empfangen, indem du jemandes Füße berührst. Im Gegenteil, dadurch machst du diesen Mann noch egoistischer und kränker.

Das Ego ist der Krebs seiner Seele. Mach niemand krank. Hab Mitgefühl. Berühre niemals jemandes Füße... Mir geht es darum, alle Traditionen, Rechtgläubigkeit, Vorurteile, Glaubenssätze aus deinem Verstand zu beseitigen, damit du einen Zustand von Nicht-Verstand erreichen kannst... den höchsten Zustand der Stille, wo sich kein Gedanke regt. Nicht einmal eine kleine Welle auf dem See deines Bewusstseins.

Und die ganze Sache muss von dir getan werden. Ich sage nicht: 'Folge mir einfach. Ich bin der Retter. Ich werde dich retten.' Das ist alles Schrott. Niemand kann dich retten außer dir selbst. Und die spirituelle Unabhängigkeit ist die einzige Unabhängigkeit, die es wert ist, Unabhängigkeit genannt zu werden."

Osho, Last Testament

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Mali
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Re: Osho

from Mali on 08/03/2009 12:30 PM

"Du gehörst nirgendwo hin - das ist die Realität. Alles Verlangen irgendwo hin zu gehören ist trügerisch. Die bloße Idee von Zugehörigkeit erschafft Organisationen; die bloße Idee von Zugehörigkeit erschafft die Kirche - weil du nicht alleine sein kannst, willst du irgendwo in einer Menge untergehen. Ein Sannyasin ist jemand, der sein Alleinsein akzeptiert hat. Es ist etwas Fundamentales; es kann untergehen. Wenn du Sannyasin wirst, wirst du nicht Teil einer bestimmten Organisation - dies hier ist überhaupt keine Organisation. Wenn du Sannyasin wirst, dann wirst du mutig genug, um eine bestimmte Tatsache anzuerkennen: dass der Mensch alleine ist. Und das ist so fundamental; es gibt keine Möglichkeit, dem zu entkommen. Es ist so fundamental wie der Tod. Genau genommen ist der Tod nichts anderes als die Nachricht, dass du immer schon alleine warst und auch jetzt alleine bist."

Osho, The Divine Melody,

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